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Aktuelles

Strengere Regeln bei der messtechnischen Rückführung im Rahmen von Akkreditierungsverfahren

Als akkreditiertes Prüf- oder Kalibrierlabor hat man den Nachweis erbracht, dass die Messmittel, die man bei Prüfungen verwendet, den messtechnischen Anforderungen gemäß der Norm ISO/IEC 17025:2005 entsprechen. Man muss den Nachweis der metrologischen Rückführung für die Messergebnisse einer Konformitätsbewertung erbringen, d. h. man weist die Richtigkeit der gemessenen Werte nach.

Wollte man bisher als Prüf-oder Kalibrierlabor den Nachweis der metrologischen Rückführung erbringen, gab es u. a. die Möglichkeit, einen Eichschein, Prüfschein oder Kalibrierschein einer deutschen Eichbehörde vorzulegen, auch wenn der Ergebnisbericht dann kein Akkreditierungssymbol aufwies.

Es reichte, dass zuvor die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) bei der ausstellenden Eichbehörde ein Begutachtungsverfahren hinsichtlich der metrologischen Rückführung der relevanten Messgröße erfolgreich durchgeführt hatte.

Diese Vorgehensweise wurde bei der letzten Evaluierung durch die europäische Akkreditierungsorganisation beanstandet und nach einem erfolglosen Beschwerdeverfahren von Seiten der DAkkS geändert.

Insbesondere geht es hier um die DAkkS-Regel 71 SD 0 005, die in der Revision 1.4 am 1. Februar 2016 veröffentlicht worden ist.

Ab dem 1. August 2016 gilt für Ergebnisberichte ohne Akkreditierungssymbol,

  • die von deutschen Eichbehörden ausgestellt werden, sind den Ergebnisberichten gleichzusetzen, die von nicht akkreditierten Stellen ausgegeben wurden.
  • die von akkreditierten Kalibrierlaboratorien exakt im Geltungsbereich ihrer Akkreditierung ausgegeben werden, werden nicht als Rückführungsnachweise anerkannt. Schließlich ist nicht gewährleistet, dass die Messergebnisse gemäß den Akkreditierungskriterien metrologisch rückführbar sind, da sie nicht überwacht werden.

 

Details sowie die Revision der DAkkS-Regel 71 SD 0 005 finden Sie hier:

DAkkS passt Regelung zur metrologischen Rückführung an | DAkkS

 

 

DAkkS modifiziert die Verfahrensweise der Anpassung auf die neuen Normen ISO 9001 und ISO 14001 bei den Zertifizierungsstellen

Die Revisionen der Normen ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme und ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme sind im Herbst 2015 veröffentlicht worden. Dies brachte für die gesamten akkreditierten Zertifizierungsstellen eine Reihe von erforderlichen Maßnahmen mit sich, die in einer Anleitung systematisiert wurden um Schließlich sollte die Umstellung auf die neuen Normen möglichst reibungslos erfolgen.

Die Praxis hat hier gezeigt, dass die im April 2015 veröffentlichte Anleitung angepasst werden muss. Die Durchführung von Umstellungen ließ erkennen, dass einige Dinge mehr berücksichtigt und konkreter erläutert werden müssen.

In der aktualisierten Anleitung werden nun ebenfalls untengenannte Fragestellungen behandelt:

  • Kompetenz für ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004
  • Befristung für Audits ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004
  • Fristenregelung Zertifikate
  • Witnessaudits ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015.

Näheres erfahren Sie hier.

 

DAkkS nutzt ab jetzt elektronisches Dokumentenmanagementsystem

Im Rahmen der Anforderungen des Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung (E-Government-Gesetz – EGovG) schließt sich die Deutsche Akkreditierungsstelle einer Reihe von Behörden an. Die schrittweise Umstellung der Verwaltung von Unterlagen auf Papier zur digitalen Aktenführung ist in vollem Gange. Neben Platzersparnis und Umweltschutz wird eine bessere Kommunikation mit den Kunden erwartet. Natürlich bringt die Anfangsphase dieses Wechsels auch Neuerungen für die Antragsteller mit sich. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Homepage der DAkkS unter http://www.dakks.de/content/dakks-setzt-auf-elektronisches-dokumentenmanagementsystem.

Die Neuerungen der ISO 9001:2015

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat die Revision der weltweit verbreiteten Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 veröffentlicht, die deutsche Version DIN EN ISO 9001:2015-11 Anfang November diesen Jahres.  Was bedeutet dies für Sie und was müssen Sie beachten?

Seit dem 15.09.2015 gilt die Übergangsfrist für Qualitätsmanagement-Zertifikate. Diese dauert drei Jahre an. Der späteste Termin für ein Rezertifizierungsaudit muss vor dem 14.09.2018 gewählt sein. Hält man diese Frist nicht ein findet, zwangsläufig ein Erstzertigizierungsaudit statt.

Insgesamt betrifft der Umfang der Änderungen sowie Ergänzungen ca. 40% der bestehenden Norm. Fest steht, dass ihr Anwendungsbereich ebenso wie die Gültigkeit für alle Arten von Organisationen unverändert bleibt. Da es deutschlandweit eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen und Organisationen gibt, die bereits nach ISO 9001:2008 zertifiziert sind, besteht von dieser Seite ein beachtliches Interesse in Hinsicht auf die Auswirkungen für das jeweilige Unternehmen.

Die neue Struktur

Das Einführen dieser Vorgaben zielt auf eine verbesserte Anwendung durch eine feststehende Struktur für alle neuen Zertifizierungsgrundlagen der Managementsysteme sowie solche, die eine Revision durchlaufen. Sie soll das Verstehen fördern, Anwendern ein besseres Verständnis einer Norm vermitteln und die Effizienz in die Arbeit mit integrierten Managementsystemen verbessern (Durchführung von Kombi-Zertifizierungen).
Die sogenannte HIGH LEVEL STRUCTURE stellt folgende Forderungen:
Aufbau identischer Strukturen bzw. einer übergeordneten Struktur bei Managementsystemen;
Verwendung von einheitlichen Kerntexten, Begriffen und Definitionen in den verschiedenen Managementsystemen.
Sie besteht  aus folgenden 10 Abschnitten:

1. Anwendungsbereich

2. Normative Verweisungen

3. Begriffe und Definitionen
Verweis auf die allgemeinen, in der Anlage SL dargestellten Begriffe sowie alle spezifischen Begriffe für die Norm

4. Kontext der Organisation
Verstehen der internen und externen Angelegenheiten,
der Anforderungen und Erwartungen relevanter interessierter Parteien,
des Managementsystems und seines Anwendungsbereiches (Stakeholder-Ansatz)

5. Führung
Verantwortung und Verpflichtung der obersten Leitung, Politik, organisatorische Funktionen
Verantwortungen und Befugnisse

6. Planung
Maßnahmen zur Erkennung von Risiken und Chancen,
Definition relevanter Ziele der Norm und Pläne zu deren Erreichung

7. Unterstützung
Ressourcen, die für die entsprechende Norm benötigt werden
Kompetenz, Bewusstsein, Kommunikation
Erstellung und Überprüfung der dokumentierten Information

8. Betrieb (Operative Tätigkeiten)
Betriebliche Planung und Lenkung und Kontrolle

9. Leistungsbewertung
Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung
Internes Audit
Managementbewertung

10. Verbesserung
Nichtkonformität, Korrekturmaßnahmen
Ständige Verbesserung

Zu den Inhalten

Zur Diskussion steht ein stärkerer Fokus auf prozessorientierte und risikobasierte Ansätze. Die Berücksichtigung der Dienstleistungsbranche soll den aktuellen Entwurf – auch sprachlich – praxisbezogener gestalten, z. B. mit der möglichen Änderung der Wortwahl von „Produkt“ zum Begriff „Waren und Dienstleistungen“. So kann man zusammenfassend sagen, dass Schwerpunkte der jetzigen ISO 9004 aufgegriffen und aktualisiert werden. Hierbei handelt es sich um folgende Themen:

  • Prozessorientierung: Der prozessorientierte Ansatz wird im Entwurf zum Prozessmanagement hin weiterentwickelt
    und explizit dargestellt.
  • Risikobasierter Ansatz: Die Einbeziehung des Risikos, angefangen vom Planungsabschnitt bis hin zur
    Leistungsbewertung, wird in vielen Abschnitten thematisiert. Dies geschieht mit der Intention, Unternehmen in die Lage zu versetzen, neue Möglichkeiten zu erschließen und diese wahrzunehmen.
  • Prinzipien der Unternehmensführung (Stakeholder-Ansatz): Im Fokus steht hier die Nachhaltigkeit bei
    Entscheidungsprozessen im Unternehmen. Die Unternehmensführung beachtet hier mögliche Auswirkungen auf
    die Bedürfnisse verschiedener Interessensgruppen und handelt entsprechend.
  • Informations- und Wissensmanagement: Es soll eine Systematik für das Erschließen, Abrufen und Anwenden der
    erforderlichen Wissensbasis im Unternehmen entwickelt werden. Ziel ist ein optimaler Zugang für den einzelnen
    Mitarbeiter.
  • Dokumentierte Information: Die Umbenennung dieser feststehenden Begriffe „Aufzeichnungen“ und „Dokumente“
    in „dokumentierte Information“ soll eine flexiblere Nutzung bewirken.
  • Leadership: Der Vorbildcharakter der Unternehmensführung erhält eine stärkere Gewichtung. Ebenso ist eine
    Ausweitung ihres Arbeitsbereichs geplant.

Was Sie schon tun können

Beschäftigen Sie sich als zertifiziertes Unternehmen eingehend mit den zuvor genannten Themenschwerpunkten, wie z. B. Risikomanagement und vertiefen Sie Ihr Know-how. Informieren Sie sich über die aktuellen Auslegungen der Anforderungen.

Gerne unterstützen wir Sie!

DAkkS-Regeln für Zertifizierungsstellen revidiert

Die DAkkS-Regel 71 SD 6 025 „Kompetenzanforderungen für Auditoren und Zertifizierungspersonal im Bereich Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 (QMS) und Umweltmanagementsysteme ISO 14001 (UMS)“ wurde überarbeitet (Revision 1.1).
Die Änderungen und Klarstellungen waren auch im Hinblick auf die Neuerungen der ISO/IEC TS 17021-2:2012 (“Conformity assessment – Requirements for bodies providing audit and certification of management systems – Part 2: Competence requirements for auditing and certification of environmental management systems”) sowie der anstehenden ISO/IEC TS 17021-3:201x (“Conformity assessment – Requirements for bodies providing audit and certification of management systems – Part 3: Competence requirements for auditing and certification of quality management systems”) notwendig.
Als Übergangsregelung gilt, dass die Revision 1.1 des Dokumentes 71 SD 6 025 ab dem 1. April 2013 anzuwenden ist und gleichzeitig die DAkkS-Regel 71 SD 6 024 hinsichtlich der Kompetenzanforderungen für Auditoren und Zertifizierungspersonal ablöst. Die Einstufung und Berufung von Auditoren und Fachexperten auf der bisherigen Grundlage (Dokumente TGA UP 711 bzw. DAkkS 71 SD 6 024) ist bis spätestens 30. Juni 2014 zu erneuern.

DAkkS-Regel 71 SD 6 022

Die DAkkS-Regel 71 SD 6 022 „Akkreditierung von Zertifizierungsstellen für den Bereich Energiemanagementsysteme – EnMS“ wurde ebenfalls erneuert. Maßgeblich hierfür war die Auswertung der Erfahrungen aus nunmehr zwei Jahren Akkreditierung mit rund 35 Akkreditierungsverfahren und einer Vielzahl von Begutachtungen zu unterschiedlichsten Typen von Energiemanagementsystemen.
Die wesentlichen Änderungen betreffen die Aufhebung bisheriger Beschränkungen bei sogenannten Multisite-Zertifizierungen und der Wegfall der Dreimonatsfrist für den Erstzertifizierungsprozess. Die neue Revision des Dokument 71 SD 6 022 Rev. 1.2 gilt mit sofortiger Wirkung.